13.09.2019 13:22 | Vor dem Heimspiel gegen Meuselwitz

Den Abstand verkürzen

Der FC Energie möchte mit dem Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz den Abstand zur Tabellenspitze möglichst verkürzen. Wie dies gelingen soll und die personelle Zusammenstellung des Teams aussehen mag, darüber gab Claus-Dieter Wollitz auf der Pressekonferenz am Freitag Auskunft.  

„Stawecki und Felix Geisler brauchen wir sicher nicht erwähnen. Tobi Hasse hat weiterhin noch Probleme an den Adduktoren. Da kam die Empfehlung vom Doc, das nicht zu machen, weil er zuvor schon ein paar Wochen damit gespielt hat. Er wird also nicht zur Verfügung stehen. Axel Borgmann, das haben sie selbst gesehen, dass er umgeknickt ist. Da stehen die Chancen 50:50 und es wird sich morgen im Abschlusstraining entscheiden, ob er spielen kann. Tobias Eisenhuth hatte in den tagen jetzt eine Magenverstimmung, ihn haben wir rausgenommen und er hat die Woche nicht trainiert. Bei ihm müssen wir sehen, ob er wieder so hergestellt ist, dass er ein Spiel bestreiten kann. Alle anderen Spieler haben trainiert und stehen zur Verfügung“, beginnt der Cheftrainer mit der personellen Lage.

Diese Einschätzung bedingte die sofortige Nachfrage nach Robert Müller: „Robert Müller ist komplett im Training, hat alle Einheiten absolviert. Wir gehen davon aus, dass das auch so bleibt und er am Sonntag im Kader stehen wird.“

Nach dem Doppel-Wochenende stand in der vergangenen Woche endlich etwas mehr Zeit zur Verfügung: „Das ist jetzt erst das zweite Mal, dass wir keine Spiele unter der Woche absolvieren müssen. Wir arbeiten daran, mehr Power auf die Beine zu bringen, dafür braucht man aber Maximalbelastung und dann auch die entsprechenden Ruhephasen. Stand jetzt haben wir bis zum Winter keine „englische Woche“ mehr. Das heißt, dass wir so wie gestern dann auch Dinge im taktischen Bereich machen werden. Daran wollen wir perspektivisch mit der Mannschaft arbeiten.“

„Ziel ist es den Abstand nach oben zu verkürzen und dafür benötigt man in den Spielen drei Punkte. Dass diese Mannschaft bereits mehr Punkte verdient gehabt hätte, darüber brauchen wir nicht reden. Wir sollten dabei aber nicht über das übernächste oder über-übernächste Spiel sprechen, sondern uns auf Sonntag konzentrieren. Die Liga ist sehr ausgeglichen, jede Mannschaft hat qualitativ gute Spieler in ihren Reihen. Egal, ob die Gegner Meuselwitz, Bischofswerda oder Nordhausen heißen. Dass unsere Mannschaft das Talent hat, dazu stehe ich weiterhin total. Sie braucht aber Stabilität und vor allem Athletik – daran werden wir in den kommenden Wochen arbeiten“, gibt Wollitz eine Aussicht für die nächste Zeit.

„Tobias Eisenhuth ist ein Spieler mit einer sehr hohen Identifikation mit dem Club, er haut immer alles raus und hat großes Potential. Minimum, um den Weg eines Leon Schneiders zugehen. Aber auch Moritz Broschinski oder Colin Raak, wenn sie sich im Hier und Jetzt bewegen und Geduld haben. Oder Jonas Zickert, wenn er diese vielen Verletzungen nicht gehabt hätte, würde er wohl nicht mehr bei Energie Cottbus spielen, sondern eher in der 2. Liga. Wir versuchen, diesen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs eine Plattform zu bieten. Daher würde ich es begrüßen, wenn sich Energie Cottbus als Ausbildungsverein sehen würde. Das würde vielleicht auch bei dem einen oder anderen jungen Spielern eine andere Perspektive ergeben. Diese Jungs brauchen Geduld, einen systematischen Aufbau und hohe Konzentration, um sich weiterzuentwickeln. Das passiert nicht mit 28 Stunden Training am Tag. Das Talent haben diese 17, 18 und 19-jährigen Jungs“, so das Statement zur Nachfrage bezüglich der Nachwuchskicker im Team.

„Gegen Meuselwitz waren es immer schwierige Spiele, immer eng, immer knapp. Sie haben aber auch ein bisschen ihren Stil verändert, spielen sehr gut hinten raus mit Kombinationen und schnellem Umschaltspiel. Das machen sie richtig gut. Sie haben nur knapp in letzter Minute gegen Lok verloren und in Berlin, in Erfurt haben sie gewonnen. Ob wir sie überraschen können, das weiß ich nicht. Dennoch ist unser Ziel, egal wie der Gegner heißt, am Sonntag drei Punkte im Heimspiel zu holen“, ist das Ziel zum Abschluss klar definiert.