28.07.2017 12:58 | Die erste Pressekonferenz des Jahres

Der Weg beginnt am Sonntag

Am Freitagmittag empfing Cheftrainer Pele Wollitz die hiesigen Journalisten zur ersten Pressekonferenz vor dem Saisonauftakt bei der TSG Neustrelitz, stand ihnen Rede und Antwort und wurde wie gewohnt deutlich.

Die personelle Situation ist unverändert. Philipp Knechtel und Marcel Baude werden noch längere Zeit fehlen, Kevin Weidlich fällt am Sonntag in Neustrelitz definitiv aus. "Das Risiko ist gerade zu Beginn der Saison einfach zu hoch, um an dieser Stelle zu experimentieren. Philipp Knechtel ist voll im Plan, aber er wird in diesem Jahr nicht mehr spielen, Da sprechen wir vom Kalenderjahr, nicht der Saison. Marcel Baude hat eine Fraktur an der Knieschiebe und Patellasehne und wird auf jeden Fall bis Ende September, Anfang Oktober ausfallen. Avdo Spahic ist noch nicht fit und alle anderen sind einsatzbereit", leitet der Trainer die PK personell ein.

"Ich glaube, dass die Jungs jetzt richtig heiß darauf sind, dass es endlich losgeht. Keiner macht gerne eine Vorbereitung mit viel laufen und Kraftarbeit. Wenn man die Konkurrenz so liest, dann können wir ja nun 34 Freundschaftspiele machen udn danach kommt die Relegation. Ganz ehrlich, das ist dann schon ein wenig geheuchelt. Wir sind gut, aber mit Sicherheit nicht so gut, um deratig als Topfavorit deklariert zu werden. Die Mannschaft ist eingespielt, die Neuzugänge passen. Das klingt alles gut und schön, aber aufm Platz muss es passen und wir werden am Sonntag um 13:30 Uhr die erste Wahrheit sehen", führte Wollitz aus und wurde anschließend nach seinen Favoritenvorstellungen befragt:

"Ich sehe Viktoria Berlin, den BFC und Wacker Nordhausen vorne dabei. Auch Lok Leipzig macht meiner Meinung nach sehr viel Understatement. Auch eine Überraschungsmannschaft kann dabei sein. Auerbach hat letzte Sasison Ansprüche angemeldet, Meuselwitz verpflichtet beispielweise Fabian Stenzel. Der Junge hat über 300 Drittligaspiele absolviert. Neustrelitz im letzten Jahr 4:0 und 6:0, also gewinnen wir 5:0, dann kommt Chemie Leipzig. Die sind ja nur Aufsteiger, also 3:0... Wenn Fußball so wäre, na dann. Wir müssen am Sonntag abliefern."

Zur Aufstellung wollte sich der Coach noch nicht äußern: "Unverzichtbar ist keiner. Es gibt Entscheidungen, die am Sonntag fallen aufgrund von Beobachtungen, Erkenntnissen oder auch Bauchgefühl. Chemie haben wir noch nicht beobachtet, das machen wir morgen. Neutrelitz haben wir gegen Polonia Bytom gesehen. Da haben wir schon eine Vorstellung welche Mannschaft die Partie angehen wird. Es gibt dann aber keine Entscheidung für oder gegen einzelne Spieler, sondern die für das Spiel nach unserer Auffassung beste Mannschaft wird spielen."

"In der Vorbereitung gab es keinen Druck, der Druck kommt jetzt. Ich möchte auch keinen Druck von der Mannschaft nehmen. Wir werden nicht Erster, weil das die Leute erzählen. Wir waren auch in der letzten Saison nicht in allen Spielen so gut, dass am Ende alle gesagt haben: Wieso pfeift der denn schon ab, das war doch so schön. Ich war oftmals froh, dass es beim Stand von 1:0 zu Ende war, weil wir den Sack nicht zugemacht hatten. Wir waren zweiter und wollen jetzt Erster werden. Wir wollten aber auch letzte Saison Erster werden. Der Weg beginnt am Sonntag und soll am 34. Spieltag auf Platz 1 enden - dafür ist viel zu tun", ist die klare Botschaft von Wollitz.

Zum Abschluss kam nochmals die Stürmerfrage auf, die Pele umfangreich einging: "Es gibt keine Resignation, sondern Tatsachen. Wir halten uns auch kein Hintertürchen offen, sondern halten weiterhin den Kontakt zu mehreren Spielern. Es gibt auch Spieler, die sich noch nicht entscheiden wollen oder können. Wir werden nicht von unserer Struktur abweichen, nur weil vielleicht ein Spieler, den wir haben wollten nicht gekommen ist. Mit solchen Aktionen verunsichert man auch schnell eine Mannschaft, ich spreche doch mit meinen Spielern drüber, was wir vorhaben. Was in zwei oder drei Wochen passiert werden wir sehen. Wir haben keine zweite Mannschaft und es können auch immer nur 14 Mann spielen. Wir lassen uns nicht treiben und bleiben unserer Linie treu."