19.09.2020 16:00 | FC Energie möchte mehr als 1.000 Zuschauer ins Stadion der Freundschaft lassen

"Nicht mehr zu vermitteln"

Auf Basis der am vergangenen Dienstag getroffenen Entscheidungen auf Bundesebene hat der FC Energie Cottbus e.V. wiederholt beantragt, den Spielbetrieb im Stadion der Freundschaft mit mehr als 1.000 Zuschauern durchführen zu können. Das Gesundheitsamt der Stadt Cottbus hat dem FC Energie Cottbus e.V. diesen Antrag nicht genehmigt, obwohl der Sprecher der Brandenburgischen Landesregierung Florian Engels bereits angekündigt hatte, dass die getroffenen einheitlichen Regelungen auch in unserem Bundesland umgesetzt werden sollen und somit unter anderem auch für Energie Cottbus e.V. gelten werden.

Laut FCE-Präsident Matthias Auth sei diese Reaktion Niemandem mehr zu vermitteln: „Fans, Partner und auch wir Verantwortliche können es nicht mehr nachvollziehen. Mit unserem umfangreichen Hygienekonzept, welches fortlaufend den Anforderungen entsprechend angepasst wurde, haben wir mehrfach und fundiert nachgewiesen, dass wir alles in unserer Macht stehende möglich machen, damit die Verbreitung des „Covid19-Virus“ eingeschränkt wird. Unsere großen Bemühungen und aufwendigen Anstrengungen sowie die reibungslose praktische Durchführung an den Spieltagen wurden wiederholt positiv aufgenommen. Dies wurde uns seitens des Gesundheitsamtes der Stadt Cottbus auch bestätigt. Das verständnisvolle und vorbildliche Verhalten unserer Fans während der bisherigen Heimspiele bekräftigt uns in der Auffassung, dass wir das auch mit mehr Energiefans umsetzen können.“

Aufgrund der besonderen baulichen Gegebenheiten im Stadion der Freundschaft und dessen Größe ist ein Spielbetrieb in Anwesenheit von deutlich mehr als 1.000 Zuschauern durchaus möglich. Alle vier Tribünenkörper sind mit voneinander getrennten und eigenständig nutzbaren Zu- und Abgangsmöglichkeiten ausgestattet und besitzen separate sanitäre und versorgungstechnische Einrichtungen. Jeder dieser Tribünenkörper kann als eigenständiger Austragungs- bzw. Veranstaltungsort definiert werden. Der FC Energie Cottbus e.V. hat alle Vorkehrungen getroffen, um bereits am Mittwoch, 23. September 2020 zum Heimspiel gegen den FSV Union Fürstenwalde mehr als 1.000 Zuschauer begrüßen zu können.

Unser aller Wunsch ist es, deutlich mehr Fans in unserem “Wohnzimmer” begrüßen zu dürfen, so dass wir unser Hygienekonzept erneut angepasst haben. Nunmehr werden alle im Stadion anwesende Zuschauer*innen verpflichtet, während des gesamten Aufenthalts im Stadion, demnach auch auf dem zugewiesenen Sitzplatz dauerhaft einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Dies reduziert die Gefahr einer Ansteckung auf ein Minimum. Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes im gesamten Stadiongelände und auch auf dem jeweiligen Sitzplatz gewährleistet, die vom Verordnungsgeber erwünschte Beherrschung der Veranstaltungshygiene auch bei Anwesenheit von mehr als 2.053 Zuschauern.

Weiterhin darf nach Auffassung des FC Energie Cottbus e.V. nicht unberücksichtigt bleiben, dass es sich beim Stadion der Freundschaft als Veranstaltungsort um eine Freiluftsportstätte mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 22.700 Zuschauern handelt. Nach dem vorliegenden Hygienekonzept und unter Berücksichtigung der Verpflichtung zum Tragen eines Mund-und Nasenschutzes, der auf den vier Tribünenkörpern anwesenden Zuschauer, ergibt sich, dass bei der Austragung von Heimspielen des FC Energie Cottbus e.V. auch bei Anwesenheit von mehr als 2.053 Zuschauern von keiner Erhöhung des Infektionsrisikos ausgegangen werden kann.

Vielmehr wird gerade durch das dauerhafte Tragen eines Mund- und Nasenschutzes die vom Verordnungsgeber durch die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Meter zwischen Personen beabsichtigte Veranstaltungshygiene übertroffen. Insoweit werden den vom Verordnungsgeber gewünschten Hygienebedingungen bereits allein durch das dauerhafte Tragen eines Mund- und Nasenschutzes am Sitzplatz Rechnung getragen und die Vorgaben vollständig erfüllt. Eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht nicht. Die Verpflichtung zur Einhaltung eines zusätzlichen Mindestabstandes von 1,5 Meter zwischen anwesenden Personen wäre mithin unverhältnismäßig.

FCE-Präsident Matthias Auth möchte die Verantwortlichen der Stadt Cottbus, auch im Namen aller Energiefans, auffordern, den FC Energie Cottbus e.V. bei der Umsetzung des vorliegenden Hygienekonzeptes zu unterstützen und das notwendige Vertrauen zur Erteilung der entsprechend beantragten Ausnahmegenehmigung entgegenzubringen.