10.03.2017 12:58 | Vor dem Heimspiel gegen Auerbach

Wir müssen schneller spielen

Der FC Energie hat von der "Dienstreise" am Mittwochnachmittag keine verletzten Spieler mitgebracht, zudem wird Kevin Weidlich nach seiner Gelb-Sperre zurückkehren. Personell bleibt damit alles wie gehabt, es gibt allerdings auch wirklich positive Nachrichten von der den Langzeitverletzten.

"Jonas Zickert und Philipp Knechtel haben gestern das komplette Programm mit der Mannschaft absolviert und die Belastung wird nun stetig gesteigert. Wann es wieder für den Kader reichen kann ist dennoch unklar. Wir hoffen die Jungs nach ihren schweren Verletzungen so hinzubekommen, dass sie wieder die festen Größen in der nächsten Saison werden und möglichst in dieser Spielzeit noch Einsatzminuten erhalten", wünscht sich Claus-Dieter Wollitz von den angesprochenen Protagonisten.

Der Rückblick auf das Auswärtspiel in Leipzig erfolgte im Rahmen der Pressekonferenz ausgiebig: "Insgesamt haben Spannung und Leistung einfach nicht ausgereicht. Beim 1:0 zum Beispiel war es mehrmals möglich den Ball zu verteidigen. Das war kein guter Auftritt und keine gute Leistung der Mannschaft. Meuselwitz und Leipzig haben intensiv gespielt, wir nicht", zeigt sich der Trainer kritisch und führt fort: "Bis auf die Chance, ich sage von "Gerd Müller" (de Freitas) weil es mit der Pieke war, hatten wir keine wirkliche Chance. Auch aus den vielen Standardsituationen kam einfach zu wenig. Wir haben am Dienstag Standards auch mit Videoanlyse geübt, aber das fehlte uns im Spiel komplett. Entscheidend ist immer ein guter Service. Wenn der Service überragend ist besteht auch immer die Möglichkeit ein Tor zu erzielen. Am Mittwoch hat es in der Ausführung nicht funktioniert. Daher müssen wir uns selbst an die eigenen Nase fassen udn auch nicht diskutieren."

"Wir brauchen auch keine Reaktion zeigen, worauf denn? Ich gehe davon aus, dass wir ohnehin jedes Spiel gewinnen wollen. Wir haben erst drei Mal in dieser Saison verloren und sind sowohl nach Schönberg, als auch BAK wieder aufgestanden. Man muss ehrlich sein und Ehrlichkeit fängt bei sich selber an. Ich glaube kaum, dass ein Spieler seine Leistung am Mittwoch selbst gut gesehen hat. Ich habe den Eindruck, dass wir aktuell die Verantwortung etwas wegschieben wollen, das dürfen wir nicht tun, denn so gut sind wir nicht. Alle Spieler müssen Verantwortung übernehmen. Der Plan hat nicht funktioniert, dafür bin ich verantwortlich. Ich würde es dennoch wieder genauso machen", stellt Wollitz klar.

"Das Hinspiel gegen Auerbach war von Ergebnis klar, war aber im Spiel auch nicht ganz so. Wir müssen schnell spielen. Wir spielen aktuell nicht schnell genug. Auerbach hat beim BAK 1:1 gespielt, zuletzt Hertha überzeugend 3:0 geschlagen. Das bedeutet nicht nur wegen des Gegners sondern generell, dass wir uns steigern müssen und ein Umdenken muss stattfinden. Wir müssen in jede Situation schlichtweg mehr Wucht und mehr Power legen", blickt Wollitz auf das kommende Spiel voraus.

"Wir rechnen eigentlich nicht. Aber halten wir auch mal fest: In den ersten fünf Saisonspielen haben wir sechs Punkte geholt. In den ersten fünf Spielen in der Rückrunde bisher zwölf. Das sind sechs Punkte mehr als in der Hinrunde. Egal was am Sonntag passiert, am Sonntag wird nichts entschieden. Die heiße Phase kommt noch und darauf arbeiten wir hin. Wir sind aber auch nur dann gut, wenn wir uns nur auf unser Spiel konzentrieren", sagt Pele Wollitz abschließend.