Regionalliga Nordost
Samstag, 14.12.2019, 13:30 Uhr
Stadion der Freundschaft
Energie Cottbus
3:1
Hertha BSC II
Schiedsrichter
Alexander Sather (Grimma)
Assistenten
Chris Rauschenberg
Daniel Kresin
Zuschauer
6.226

Der FC Energie geht als Tabellenführer in den Winter

Zum letzten Fußballspiel im Jahr 2019 empfing der FC Energie Cottbus die zweite Mannschaft von Hertha BSC, die an diesem verregneten Samstagnachmittag gleich mit mehreren Profis aus der ersten Mannschaft angereist war. Anders als Hertha-Coach „Zecke“ Neuendorf konnte Claus-Dieter Wollitz personell nicht aus dem Vollen schöpfen und so stellte sich die lediglich im Tor veränderte FCE-Mannschaft praktisch von selbst auf.

Vor 6.226 Zuschauern entwickelte sich eine spannende Partie, in der die Gäste den besseren Start erwischten und vor allem im Mittelfeld mit spielerischer Dominanz zu überzeugen wussten. Innerhalb der ersten Viertelstunde kamen die Herthaner somit zu drei Abschlüssen, die jedoch allesamt ihr Ziel deutlich verfehlten. Keeper Toni Stahl musste nicht eingreifen. Danach kam der FC Energie besser ins Spiel, gewann nun die entscheidenden Zweikämpfe und war selbstbewusster in seinen Aktionen. So hatte Jonas Zickert die erste Möglichkeit auf Cottbuser Seite, doch sein strammer Schuss wurde von Torunarigha artistisch geblockt (23.). Genau in diese gute Phase des FCE hinein tankte sich Nationalspieler Lecki gegen zwei Mann durch, legte ab auf Duda, der Maurice Covic im Strafraum perfekt bediente. Der Sohn von Ante Covic schoss den Ball zunächst nur an den Pfosten, aber den Abpraller zum 0:1 verwerten konnte (30.). Die Cottbuser Mannschaft mühte sich und wollte Torchancen erspielten, doch zumeist fehlte der letzte Pass in die Spitze oder die Bälle waren etwas zu ungenau. Dann unterlief dem Hertha-Keeper ein grober Fehler. Als Smarsch über den Ball schlug war Felix Brügmann zur Stelle und eroberte das Leder. Seine Ablage landet genau bei Dimitar Rangelov, der den Ball zwar aufs Tor brachte, doch wieder konnte ein Berliner den Ball blocken. Dieses Mal direkt vor der Torlinie (43.). Gut zwei Minuten später war der Ball dann doch endlich drin. Jonas Zickert wurde im Strafraum von den Beinen geholt und der Kapitän verwandelte den berechtigten Elfmeter souverän zum 1:1-Ausgleich. Das war auch der Halbzeitstand.

Mit dem Torerfolg im „Rücken“ kam der FC Energie besser aus der Kabine und drückte nun mehr in der Offensive. Jan Koch war kurz nach Wiederbeginn mit nach vorne geeilt und ihm fiel der Ball am äußersten Rand des Fünf-Meter-Raumes vor die Füße (49.). Leider scheiterte er am Berliner Schlussmann. Als wenn es an diesem Tage nicht bereits zwei Mal so gewesen wäre, so wurde nun auch zum dritten Mal ein Ball artistisch geblockt. Als Dimitar Rangelov den Querpass von Axel Borgmann ins Tor schieben wollte, grätschte abermals ein Berliner genau dazwischen (58.). Jetzt war Bewegung drin - der FC Energie war die klar spielbestimmende Mannschaft und wollte unbedingt den Dreier, doch bei der Qualität im Hertha Team musste in der Defensive stets Obacht gegeben werden. Dann wurde Axel Borgmann direkt vor der Cottbuser Bank gefoult und so gab es folgerichtig Freistoß. Jonas Zickert trat an und schlenzte den Ball auf den langen Pfosten des Berliner Gehäuses. Wie man so schön sagt: es verpassten „Freund und Feind“ und so schlug der Ball an den Innenpfosten und landete im Tor. Das verdiente 2:1 für den FC Energie gut zehn Minuten vor dem Ende.

Von da an spielte dann endgültig nur noch eine Mannschaft und die trug kein blau auf ihren Trikots und überhaupt hatte der FC Energie im zweiten Spielabschnitt in der Defensive praktisch nichts mehr zugelassen. Allen voran der eingewechselte Abdulkadir Beyazit, der den abgekämpfte Niklas Geisler ab der 75. Minute ersetzte, brachte nochmal offensiven Schwung. So trieb „Apo“ mehrfach den Ball nach vorne und als er in der 89. Minute, anstatt selbst zu schießen ganz uneigennützig querlegte, vollendete Moritz Broschinski zum 3:1 und setzte damit den Schlusspunkt in dieser Partie. Mit nunmehr 42 Punkten aus 19 Spielen überwintert der FC Energie als Tabellenführer der Regionalliga Nordost und wird am 6. Januar in die „Rückrundenvorbereitung“ starten.

Startaufstellung
FC Energie Cottbus
TW 31 Toni Stahl
MI 6 Jonas Zickert
AW 16 Robert Müller
AW 24 Jan Koch
AW 20 Axel Borgmann
ST 33 Moritz Broschinski
MI 21 Tobias Eisenhuth
ST 8 Dimitar Rangelov
MI 22 Niclas Erlbeck
MI 19 Niklas Geisler
ST 23 Felix Brügmann
Trainer: Sebastian Abt
Hertha BSC II
TW 12 Dennis Smarsch
AW 29 Florian Baak
AW 27 Niko Bretschneider
AW 25 Jordan Torunarigha
AW 8 Panzu De Angelo Ernesto
MI 6 Maximilian Storm
MI 14 Lazar Samardzic
MI 34 Maurice Covic
MI 9 Alexander Essswein
MI 10 Ondrej Duda
ST 11 Mathew Leckie
Trainer: Andreas "Zecke" Neuendorf
Auswechselbank
FC Energie Cottbus
TW 30 Lennart Moser
AW 3 Marcel Hoppe
AW 17 Ben Meyer
MI 26 Damir Bektic
MI 34 Colin Raak
ST 7 Abdulkadir Beyazit
Hertha BSC II
TW 45 Niclas Wild
AW 4 Niko Koulis
MI 23 Florian Krebs
MI 24 Pal Dardai
MI 32 Dennis Jastrezembski
MI 39 Tony Fuchs
ST 7 Jessic Ngankam
30
Maurice Covic (Linksschuss, Ondrej Duda)
Dimitar Rangelov (Foulelfmeter, Jonas Zickert)
45
. Axel Borgmann
36
43
Gelbe Karte Maximilian Storm
. Jonas Zickert
53
Abdulkadir Beyazit
Niklas Geisler
75
Jonas Zickert (Rechtsschuss, direkter Freistoß)
80
Moritz Broschinski (Rechtsschuss, Abdulkadir Beyazit)
89
79
Jessic Ngankam
Maurice Covic
Marcel Hoppe
Moritz Broschinski
91
Damir Bektic
Dimitar Rangelov
91
. Abdulkadir Beyazit
92
. Jan Koch
92
92
Gelbe Karte Jessic Ngankam
Ergebnisse - 19. Spieltag
VfB Auerbach 0
VSG Altglienicke 5
Optik Rathenow 3
Lichtenberg 47 0
ZFC Meuselwitz 2
Germania Halberstadt 0
Berliner AK 3
Union Fürstenwalde 3
BFC Dynamo 4
Bischofswerdaer FV 0
Wacker Nordhausen
SV Babelsberg 03
Viktoria Berlin 1
Chemie Leipzig 0
1. FC Lok Leipzig 2
Rot Weiß Erfurt 1